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J a h r e s – R u n d b r i e f 2010



Liebe Saitenspieler und Freunde der Saitenspielarbeit!

 

Wie oft hört man Parolen wie diese: „Kopf hoch, es wird schon werden!

Klingt das nicht manchmal wie billiger oder auch hilfloser Trost? Man gewinnt in unserem Land den Eindruck, dass auch viele Christen resigniert sind und solch ein Wort der Ermutigung brauchen: Ein Wort, das aufrichtet, stärkt und neu orientiert: Da, wo z.B. die Chorarbeit immer beschwerlicher wird, weil viele

junge Leute weggehen; da, wo „innerbetrieblicher“ Streit Gemeinschaften mürbe macht; da, wo persönliche Wegstrecken im Dienst oder in der Familie über die Kräfte gehen…

 

Jesus hat solch ein Wort der Ermutigung. Zuerst gilt es natürlich den Jüngern, die ihre Welt – und wahrscheinlich auch Jesus - nicht mehr verstehen. Sie ahnen das Kreuz. Trauer liegt in der Luft, es herrscht Abschiedsstimmung im Kreis der Freunde Jesu. Da erreicht sie das seelsorgerliche Wort ihres Herrn. Das Wort, das im Neuen Jahr unser Wegbegleiter sein soll: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.“ (Johannes 14,1). Gegen allen Anschein, entgegen aller Umstände ermutigt Jesus seine Freunde, an ihrem Vertrauen zu IHM festzuhalten. Wir wissen, dass Jesu Worte keine leeren Worte waren. Umso mehr hat diese Zusage auch für unser Leben Gültigkeit. Wir dürfen uns daran klammern, wenn nichts mehr geht, niemand glaubt, keiner hofft. Er ist und bleibt der HERR über unserem Leben, unserer Chorarbeit, seiner Christenheit. Vielleicht hat dieses geflügelte Wort „Kopf hoch“ seinen Ursprung in dem, was Jesus auch sagt: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ Ich wünsche uns, dass wir erhobenen Hauptes das Neue Jahr beginnen können. Jesus möchte uns durch seine Zusage aufrichten und ausrichten.

 

Einige Gedanken dazu sind in den Text eines Liedes eingeflossen:

 

1. Wenn nichts mehr geht und das Leben still zu stehen scheint.

Resignation ist das einzige, was euch noch eint.

Es fehlt am Mut, und der Zweifel euren Weg verstellt

und ihr euch fragt, was wirklich hält.

Dann hört das Wort, das Jesus spricht:

„Habt keine Angst und fürchtet euch nicht.

Vertraut auf Gott und glaubt an mich,

Ich geh voraus, fasst wieder Zuversicht!“

 

2. Wenn niemand glaubt, dass die Macht dem Herrn der Herrn gehört

und alle Welt sich an Gottes Anspruch auf sie stört.

Wenn ihr verspürt, wie der Wind des Hasses schärfer weht

man euch verlacht und aus dem Wege geht. Dann hört das Wort…

 

3. Wenn keiner hofft, weil das Sterben unser Leben streift,

die Angst davor unerbittlich nach dem Herzen greift.

Am Horizont seht ihr keinen Hoffnungsschimmer mehr.

Der Glaube schwankt, das Herz ist schwer. Dann hört das Wort…

 

(Saitenspielnoten zu diesem Lied sind bei Michael Wittig erhältlich)